Ihr Engel der Gosse…
Mittwochs ins Music Hall Frankfurt
Donnerstags ins Uno nach Simmern
Freitags ins Music Hall danach ins Dorian Gray
Samstags ins Music Hall danach ins Dorian Gray
Sonntags ins (ich weiß den Namen nicht mehr … auch in Frankfurt)
Meine Eltern müssen damals gedacht haben, der hat se nicht mehr alle und mit 17 … 18 Jahren jeden Tag auf der Rolle…
Nach dem Remember Dorian Gray Artikel, gehen wir heute noch mal zurück in die Zeit 1985 / 1989, wieder nach Frankfurt diesmal ins Music-Hall.
1985 eröffnete in Frankfurt in der Voltastraße direkt hinter dem Opelrondell das die Music-Hall. Eine riessengroße Halle mit einer Bühne, einem Mega-Laser und Hammersound. Die Boxen waren so groß, das man sich reinstellen konnte. Neben Konzerten (Nitzer Ebb, Camouflage, Propaganda, T’PAU, Falco, Nina Hagen, M People, Anne Clark, SNAP!…) war die Music Hall “die Disco” in Frankfurt. Besonders Mittwochs war der große Technotag.
Betreten habe ich die Music-Hall zum ersten Mal so 1987 / 1988. Damals lief dort noch viel Schicki-Micki-Musik, aber ab und zu gab es auch einen ganz anderen Sound NewBeat / NewWave / Acid House / EBM und DarkWave. Diese elektronische Klangwelt kannte ich ja schon von Depeche Mode, Kraftwerk, Visage, The Human League, Amnesia – Ibiza, The Sound of C, aber hier war alles anders:
Ich werde es nie vergessen, mein erster Auftritt in der Frankfurter Music-Hall. Nachdem wir Stunden angestanden haben und endlich drin waren, ging es in Richtung Tanzfläche. Nebel, Lasershow, ein Bass der durch den ganzen Körper ging, auf der Bühne fünf … sechs … sieben Grufftis (alle schwarz gekleidet ala Robert Smith / The Cure) die sich mit ihren Handfächern zur Musik bewegten.
Mega Gänsehaut und dazu: Section 25 “Looking from a Hilltop”
WAS EIN BRETT !
und danach … kam immer! – Logic System mit Unit und die Lasershow dazu.
Das ist so unbeschreiblich, diese Stimmung, diese Gänsehaut und nach den 20 Jahren ist das immer noch nicht zu toppen. Eine ganz andere Welt.
Nach Logic System wurde dann mal richtig Gas gegeben (unter anderen auch die ersten Pogorunden):
und bei Terence Trent D’arby – Sign your name high quality war dann erstmal wieder Ruhe im Karton…
In der Music-Hall war generell, fast jede Woche, eine andere Musikrichtung. Diese elektronische Musik, war halt für machen SchickiMickiTypen zuviel. Mal lief EBM / mal POP, dann Disco oder wie das damals hieß –> sowas <--- .
Dann wurde überhaupt keine "eletronische" Musik gespielt:
Hi, kannst Du mal "Running” spielen?
DJ: “Wenn ihr poggen wollt, dann geht in die Grosse!”
Ein, zwei Wochen später war dann wieder das volle Programm und der Onkel Väth kam aus dem Gray vorbei und spielte Be My Dream oder Too Fast To Live. (OK, ich darf logischerweise den Meisterhit “16 BIT – Where Are You?” nicht vergessen !!!)
Also, ein ständiges Auf und Ab !
Wie gut das wir ins Gray kamen (das war auch immer so ein Krampf), so konnten wir uns manchen Abend Nacht retten.
Meine Beste Zeit
… ich werde sie niemals vergessen!
Niemals!
Da verbindet man jeden Song mit einem anderem Erlebnis und dabei schaue ich auf meine Plattensammlung.
Helden der Music Hall:
DJ DAG / DJ Torsten Fenslau / Mark Spoon / Sven Väth / Michael Münzing ect.
Am 25.06.1994 schloss die Music Hall ihre Porten.
So jetzt muss ich mal die Kassetten rauskramen und meinen Tapedeck entstauben und aufbauen.
Music-Hall Frankfurt: 21.03.1985 – 25.06.1994
Später wurde das gesamte Gelände dem Erdboden gleich gemacht und die Voltastrasse wurde zur Großbaustelle für Eigentumswohnungen und Geschäftshochhäuser.
Und nun der MEGATIP:
Wer die Zeit von 1987-1991 noch einmal richtig geniesen und hören will, der muss unbedingt auf laut.fm/music-hall gehen. Ich weiß nicht, wer hinter der Sache steckt, jedenfalls ist die Musikauswahl perfekt.
FETT!!!! (Danke Marcus für den Tip)
Gruppen bei WKW: MUSIC HALL FRANKFURT und MUSIC HALL & Music Hall FFM R.I.P.
Siehe auch:
- Remember HR3 Clubnight
- Remember Dorian Gray